Zur Geschichte der Scheune aus Alkersleben

Bienen haben gleich neben der Scheune ihr Quartier

Im Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden sind derzeitig viele Bauarbeiten zu verfolgen. Zum Saisonstart 2021 wird die Alkerslebener Scheune mit einer kleinen Dauerausstellung eröffnet.

Kurz vor 1900 wurde in dem Ort Alkersleben in der Nähe von Arnstadt eine kleine unterkellerte Scheune gebaut. Der Keller wurde aus Kalksteinen aufgemauert. Darauf baute man in schlichtem Strebenfachwerk noch einen kleinen Lagerraum für die Unterbringung von Heu und Stroh.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden durch neue Anbaumethoden, neue Getreidesorten und steigende Nachfrage nach Agrarprodukten mehr Feldfrüchte geerntet, für deren Einlagerung man auch mehr Speicherplatz brauchte. Möglicherweise war aber gar nicht die Scheune, sondern der darunterliegende Keller das eigentliche Bauprojekt, da der Bauherr auf seinem Grundstück auf Grund des dahinter fließenden Dorfbaches keinen Keller bauen konnte. Kellerplatz wurde aber für die Unterbringung von Kartoffeln und Rüben dringend benötigt.

Das kleine Gebäude wurde in den 1990er Jahren durch die Handwerker des TFLM abgebaut und in Hohenfelden eingelagert. 2014 begann der Wiederaufbau auf dem Museumsgelände „Am Eichenberg“, hinter dem Wohnstallhaus aus Utzberg. Zunächst wurde der Keller wiedererrichtet. Für die Rekonstruktion des Kellergewölbes wurden hölzerne Lehren gebaut, die als Stütze des Gewölbes gebraucht werden, bis der Mörtel abgebunden hat. Im letzten Frühjahr wurde dann das Fachwerk des Gebäudes restauriert und auf dem Keller wiedererrichtet. Das Dach wurde mit den für den Ilmkreis typischen handgestrichenen „Linksdeckern“ gedeckt. Im Herbst begann die Ausmauerung der Gefache mit Feldsteinen, auch dank der Unterstützung der Agrargenossenschaft Bad Berka.

Zum Saisonstart 2021 soll die Scheune für die Besucher mit einer kleinen Dauerausstellung zum Thema „Bienen und Imkerei“ eröffnet werden. Die fleißigen Museumsbienen haben ja gleich neben der Scheune ihr Quartier.