Mit Geld kommt Zeit und Ruhe

Im Gespräch mit dem Bares-für-Rares- Experten Fabian Kahl

Die Geschichte der Kuriositäten, viele Schätze und noch mehr Raritäten, hammerhartes Verhandeln mit Lachen, Tränen und manchen Überraschungen – das alles bietet Horst Lichter mit seinem Team bei „Bares für Rares“. Doch die Kult-Sendung, die tagtäglich Millionen Menschen vor den Fernseher lockt, lebt durch die Menschen, durch Verkäufer und Käufer und ihre vielen Geschichten, die am Rande erzählt werden. Einer der Protagonisten der ersten Stunde ist Fabian Kahl, den ich vor wenigen Wochen in Leipzig zu einem Gespräch traf.

Herr Kahl, Sie wohnen in Leipzig! Sie sind nach einer kurzen Episode in Köln wieder nach Leipzig gezogen. Was hatten Sie am meisten vermisst? Was hat Leipzig, was Köln nicht hat?

Leipzig besitzt für mich Schönheit, Ruhe, Gelassenheit, Stressfreiheit. Das alles habe ich in Köln etwas vermisst. Nichtsdestotrotz sind mir in Köln so manche Menschen sehr ans Herz gewachsen und ich bin froh, dass ich sie besuchen kann, wenn Aufzeichnungen für die Sendung stattfinden.

Und in Leipzig haben Sie auch Ihr Geschäft?

Ich habe hier kein Ladengeschäft. Wie mein Geschäft funktioniert, kann man immer schwer erklären. Ich bin bekannt wie ein bunter Hund, da funktioniert das.

Erklären Sie uns das?

Ich warte darauf, dass die Sendung ausgestrahlt wird und dann ist es oft so, dass sich Leute bei mir melden. „Wir haben eben Ihre Sendung gesehen und möchten den Artikel haben.“

Das ist der erste Weg. Dann biete ich die Artikel auch Auktionshäusern, Märkten und Privatkunden an.

Sie pendeln also zwischen Köln und Leipzig?

Ja, das mache ich und hoffentlich noch lange.

Könnte ich mich da auch bewerben?

Na klar. Bei dieser Sendung fühlt sich jeder angesprochen. Jeder könnte dort stehen. Wenn man aufmerksam durch seine Wohnung geht, dann findet man garantiert das eine oder andere Teil. Wenn Sie wollen, trauen Sie sich.

Eigentlich mag ich das ursprüngliche Team am liebsten.

Wir haben sehr viele Drehtage im Jahr und das schaffen wir nicht mit einem Team. Jeder von uns hat seine Berechtigung.