Katalog „Erkundungsbohrungen. Ein dezentrales Denkmal für Rosenthal“

Wartezeit auf Denkmalenthüllung mit Katalog gefüllt

Jena. Eigentlich sollte es am Freitag, 24. April, soweit sein. Das fertige Denkmal zu Ehren des Jenaer Rechtswissenschaftlers und Vaters der Thüringer Landesverfassung von 1920 Eduard Rosenthal würde an seinen dezentralen Standorten in Jena – dem Universitätshauptgebäude, dem Volkshaus und der Villa Rosenthal – feierlich eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben werden. Aus Gründen der aktuellen Lage der Corona-Krise musste dieser Termin auf den Herbst verschoben werden und damit auch alle Aktivitäten rund um das Rosenthal-Denkmal, wie die materielle Umsetzung des Denkmals mit den noch ausstehenden Bohrungen in Jena, Weimar und Erfurt, die Veröffentlichung der neuen Rosenthal-website, die theaterinszenierte Führung von Anke Heelemann sowie die Premiere des Dokumentarfilms über Rosenthal von Torsten Eckold und Dietmar Ebert.  Dies alles wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, worüber wir zu gegebener Zeit noch rechtzeitig informieren werden. Mit einer Ausnahme: dem Katalog. An seinem Erscheinungstermin im April konnte festgehalten werden. „Wir freuen uns sehr, die Wartezeit bis zur nachgeholten Einweihung des Rosenthal-Denkmals mit druckfrischer Lektüre füllen zu können“, so Frau Professor Verena Krieger, „der Katalog ‚Erkundungsbohrungen. Ein dezentrales Denkmal für Eduard Rosenthal‘ ist soeben bei VDG Weimar erschienen“. Mitherausgeber Jonas Zipf ergänzt: „Rosenthal ist vielleicht der unsichtbare Vierte im großen Jenaer Dreigestirn des ausgehenden 19. Jahrhunderts Abbe, Zeiß und Schott. Es ist uns wichtig, ihn würdigend zugleich angemessen an ihn zu erinnern.“ 

Die umfangreich bebilderte Publikation enthält Aufsätze zu Leben und Wirken Eduard Rosenthals und zu Idee und Konzept des Wettbewerbs um den Botho-Graef-Kunstpreis der Stadt Jena, in dessen Rahmen das dezentrale Denkmal in Kooperation mit der Universität Jena entsteht. Die eingereichten Entwürfe werden in Essays von Absolventinnen der Kunstgeschichte und Filmwissenschaften der Universität Jena besprochen. Die Kuratorin des Projektes Prof. Dr. Verena Krieger geht in ihrem Aufsatz ausführlich auf den Siegerentwurf von Horst Hoheisel und Andreas Knitz ein. Dieser sieht an fünf für das Leben und Wirken Rosenthals relevanten Standorten in Jena, Weimar und Erfurt Kernbohrungen durch das Mauerwerk der Gebäude vor, in denen eingeschobene Messinghülsen mit emaillierten Inschriften den jeweiligen Bezug erklären. In einer Fotostrecke von Henriette Kriese (San Francisco/ Erfurt) erhalten Sie erste Einblicke in die Realisierung des Denkmals mit den bereits vorgenommenen Bohrungen am Volkshaus in Jena.

Auf der Homepage www.eduard-rosenthal.de bzw. über twitter.com/kunstpreisjena#dasverschwundenebildnis halten wir Sie zum Fortgang des Denkmal-Projektes auf dem Laufenden und informieren rechtzeitig über neue Entwicklungen.Der Katalog »Erkundungsbohrungen. Ein dezentrales Denkmal für Eduard Rosenthal«, Verena Krieger, Jonas Zipf (Hg.), VDG Weimar, 1. Auflage 2020, ISBN 978-3-89739-943-3, ist ab sofort im Buchhandel  erhältlich