„Fête de la musique“ in Apolda

Die Idee ist in Apolda angekommen

Die Fête de la musique findet am 21. Juni auch in Apolda statt. Die Nachbarstädte haben diesen Abend schon längst entdeckt, nun findet der Musikabend am 21. Juni auch in Apolda statt. Wir führten dazu ein Interview mit Gisela Heubach, Organisatorin/Koordinatorin der Fête de la musique in Apolda sowie Vorstandsmitglied des Vereins Internationale Städtepartnerschaften Apolda e.V. und Gästeführerin Madame Pauline.

Frau Heubach,was können Sie uns zur Geschichte der Fête de la musique sagen?

Die Fête de la musique – das Musikfest zur Begrüßung des Sommers, das immer am 21. Juni weltweit stattfindet, geht zurück auf eine Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang und begann 1982 in Paris als Straßenmusikfest. Inzwischen nehmen 120 Länder daran teil, in Deutschland mehr als 50 Städte und in Thüringen bisher fünf. Alle Konzerte sind öffentlich, keiner bezahlt Eintritt, keiner erhält eine Gage – auch das entspricht der Grundidee des Festes. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das Musikfest für Apolda zu organisieren?

Als ehemalige Leiterin des Europa Service Büros in Erfurt war ich über Jahre begeistert von der dortigen Fête de la musique. Und als wir im Vorstand des Vereins Internationale Städtepartnerschaften Apolda e.V. über unseren Beitrag zur 900-jährigen Ersterwähnung Apoldas nachdachten, war meine Idee, die Fête für Apolda zu organisieren und zu koordinieren, von den Vorstandsmitgliedern begrüßt worden. Seit gut einem Jahr bin ich also damit beschäftigt, diese Idee zu realisieren. 

Welche Aufgaben hat dabei die Stadt übernommen?

Wichtig war, auch aus versicherungstechnischen Gründen, die Stadt als Veranstalter zu gewinnen – das kann ein Verein nicht übernehmen. Als unser Bürgermeister Herr Rüdiger Eisenbrand zusagte, die Schirmherrschaft zu übernehmen, war ich davon überzeugt: Jetzt ist die Idee in Apolda angekommen. 

Wen konnten Sie zum Mittun gewinnen?

Die Idee fand schnell begeisterten Zuspruch. Inzwischen habe ich viele Akteure und Unterstützer gewonnen: sechs Chöre, sechs Ensembles, neun Bands und weitere neun Solisten, die auf 14 Spielstätten innerhalb der Musikmeile auftreten werden – zu ihrer Freude und zur Freude der Apoldaer und ihrer Gäste. Und für jeden ist etwas dabei, zum Zuhören oder Mitmachen, zum Tanzen. Dabei reicht die Palette vom Kinderchor über Soul, Pop und Klezmer bis hin zu Liquid Sound. Alle Spielstätten werden von Koordinatoren betreut und somit laufen alle Informationen und Anregungen wiederum bei mir zusammen. Nur so ist es möglich, ein Event dieses Umfangs zu überblicken. Mir war von Angang an wichtig, dieses Wir-Gefühl zu entwickeln, und das ist gelungen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei allen sehr herzlich bedanken!

Wer konnte als Sponsor gewonnen werden?

Unser gesamtes Engagement erfolgt ehrenamtlich. Umso mehr freut es mich und alle Akteure, dass uns Sponsoren unterstützen: die Stadt, die Bäckerei Beck, Marion Schneider von der Therme Bad Sulza, die Sparkasse, Kai Haeder von Globus Isserstedt und ein anonymer Spender – danke an alle dafür. 

Können Sie etwas zum Ablauf des Musikfestes sagen?

Gern. Wir eröffnen das Fest mit einem Orgelkonzert in der Bonifatiuskirche um 17:30 und dann beginnen zeitgleich ab 18:00 die Darbietungen an allen Spielstätten: Wunschbild-Atelier Bahr-Liebeskind, Der Buchladen, Hotel am Schloss, Atelier Windauge, Pragerhaus, Mehrgenerationenhaus, Melanchthonplatz, Lutherkirche, Paulinenpark mit allen Pavillons, GlockenStadtMuseum.

Werden auch Gäste aus den vier Partnerstädten Apoldas erwartet?

Ja, wir freuen uns, dass Gäste aus Seclin, Rapid City, Marks Kommun und San Miniato auf Einladung des Bürgermeisters am Festwochenende vom 21. – 23. Juni in Apolda sein werden sowie eine Schülergruppe aus Rapid City als Gast des Gymnasiums Bergschule  und wie immer auch von den Migliedern des Vereins Internationale Städtepartnerschaften Apolda begrüßt werden. Und auch da schließt sich der Kreis: Ich werde sie als Madame Pauline im historischen Kostüm in englischer Sprache durch Apolda führen. 

Und noch eine letzte Frage: Ist denn um 22:00 Schluss?

Nein, das wäre für die längste Nacht des Jahres doch sehr schade! Ab 22:00 sind alle eingeladen zum gemeinsamen Singen in der Lutherkirche, im Paulinenpark wird ein Sonnenwendfeuer der FFW Zottelstedt den Abend beenden und wer dann immer noch nicht nach Hause möchte, der ist eingeladen zu einer After-Fête-Party in der Stadthalle. Diese ist für alle Akteure und Unterstützer ebenfalls kostenlos – eine Art Dankeschön des Veranstalters Christian Ebert.