Corona-Zeitzeugnisse gesucht

Jenaer Stadtmuseum sucht Briefe, Fotos, Videos, Audiodateien u.v.m.

Jena. Die Virus-Epidemie wird wohl ein einschneidendes Ereignis in der Jenaer Stadtgeschichte bilden . Es gehört zu den Aufgaben auch des Jenaer Stadtmuseums, dies mit geeigneten Exponaten für künftige Generationen zu dokumentieren.

Teresa Thieme, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Stadtmuseums, und die Sammlungsbeauftragte Susanne Bartsch hatten die Idee, schon jetzt und obwohl das Stadtmuseum zur Zeit geschlossen ist, einen Aufruf zu starten, so dass entsprechende Gegenstände aufgehoben und zu gegebener Zeit dem Museum übergeben werden können.

Wir können noch nicht sagen, in welcher Form die gesammelten Sach-, Ton-, Text- und Bildzeugnisse einmal präsentiert werden, aber wichtig ist es vorauszuschauen und daran zu denken, dass die Zeit kommen wird, in der die Menschen etwas über die heute aktuelle, aber irgendwann einmal zurückliegende Krise wissen wollen. Was haben die Einwohner Charakteristisches und Besonderes erlebt, als die Pandemie grassierte? Wie hat sich der Alltag gestaltet? Worin bestanden Ängste und Hoffnungen? Was hat den Menschen Kraft gegeben?

Beispiele gibt es sicher viele. Die Bandbreite der Exponate reicht von den selbst genähten Mund-Nase-Bedeckungen oder Versorgungstaschen als Zeugnissen der Nachbarschaftshilfe bis hin zu Erlebnissen, Tagebucheinträgen, Briefen, Fotos, Videos oder Audiodateien. Eines müssen die Exponate nur gemeinsam haben – den Bezug zu Jena.

Für die Übersendung digitalisierter Zeugnisse wurde eine eigene Mailadresse mit großem Postfach eingerichtet: coronazeitzeugnisse@jena.de Dingliche Gegenstände können entweder nach Wiedereröffnung des Stadtmuseums im Herbst 2020 im Museumsgebäude Markt 7 oder nach Lockerung der Kontaktsperren bei einer Terminvereinbarung abgegeben werden.

(Pressemeldung Stadtmuseum Jena)