Apoldaer Kindertagesstätte „Grönlandsonne“ nach Sanierung wieder geöffnet

Alles wurde angefasst, nichts vergessen

Die Apoldaer Kindertagesstätte „Grönlandsonne“ scheint wieder. Die ehemals städtische Kita wurde vom Diakoniewerk Apolda übernommen, umfangreich umgebaut und erweitert. In ruhiger Lage am Rande des östlichen Stadtteiles gelegen, präsentiert sich nach zweijähriger Bauzeit eine frisch sanierte Villa nebst Anbau und garantiert tagtäglich 47 kleinen Apoldaern (es sollen mal 80 werden) das Leben, Lernen und Spielen.

Der Name der Kindertagesstätte „Grönlandsonne“ assoziiert Weite und Licht. Noch zu Zeiten der kommunalen Trägerschaft haben Eltern, Mitarbeiterinnen und Kinder diesen Namen gewählt. Lag er doch nahe, weil die angrenzende Straße Grönlandsteiger heißt und alle Menschen, die das Haus mit Leben füllen, immer wieder Licht ins Dunkel bringen. So haben die großen und kleinen Gäste auch zum Tag der offenen Tür am 5. September eine Verbindung zwischen dem besonderen Licht im weit entfernten Grönland und dem lichtdurchfluteten großen modernen Räumen mit altehrwürdigem Charme herstellen können.

Die Planer und Handwerker verstanden es dabei geschickt, die vielen schönen Details der im Jahre 1929 vom Apoldaer Fabrikanten Karl Küter erbauten Villa zu restaurieren und dennoch die Anforderungen an eine moderne Kindertagesstätte einzuhalten. Die Freude an dem gelungenen Bau war den Mitarbeitern ins Gesicht geschrieben. Gerne führten die Erzieherinnen durch die große Villa, beginnend im Erdgeschoss für die Kleinkinder, das liebevoll Aquarium genannt wird. Und da man sich in der Kita am „Lebensbezogenen Ansatz“ orientiert, scheinen auch die Räume gleitend ineinander überzugehen.

Offene Türen geben den Jüngsten die Möglichkeit, sich auch selbst entscheiden zu können. Im Vordergrund, so die Bereichsleiterin Beate Bergmann, stehen die Ganzheitlichkeit des Kindes und dabei das Leben und Lernen in der Gemeinschaft mit den Erzieherinnen. Dass dabei die Sicherheit oberste Priorität hat, beweisen u.a. jeweils zwei Rettungswege, die aus den Gruppenräumen führen. Mittig verknüpft ein offener großer Raum, der auch mal als Café genutzt werden kann, den Alt- mit dem Neubau. Und so gestatten Räume mit Stuckarbeiten und Tapeten neue Perspektiven und geben den Kindern das Gefühl des „Zuhauseseins“.

Überraschungen an Platz und Angeboten versprechen das Dachgeschoss und der komplett sanierte Keller. Seminare, Elternabende oder Sportaktivitäten sind nun genauso möglich wie die großzügige Unterbringung von Kinderwagen oder Spielzeug. „Es wurde alles angefasst, keine Ecke vergessen“, freute sich auch Beate Bergmann, die neben drei weiteren Kindertagesstätten auch zwei Heime und einen Jugendklub in Obhut hat. Nicht zuletzt mit dem Ausbau des Bestandshauses und dem barrierefreien Neubau als Anbau wurde die Möglichkeit geschaffen, Kinder mit körperlichen Einschränkungen betreuen zu können. Obendrein schließen sich ein Garten in Hanglage und ein weitläufiges Freigelände mit Möglichkeiten zum Sandspiel und Klettern an.

Es ist wohl auch kein Geheimnis mehr, dass durch die neu errichteten „Ausgänge“ ein Apoldaer Kinder-Kleinod entstanden ist. Humorvoll nannte Beate Bergmann diesen Anbau „Apoldaer Stadt-Autobahn“. Und schon war allen klar, dass das „entstandene“ Tal bestens fürs Schaukeln oder Versteckspiel geeignet ist.